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Übersetzungsbüro-Website ohne Code erstellen: Anleitung

Übersetzungsbüro-Website ohne Code erstellen

Die Website eines Übersetzungsbüros entsteht bei Zugo aus einer Beschreibung in Alltagssprache: Sie nennen Sprachpaare, Fachgebiete, Leistungen und die gewünschten Seiten, der Builder erzeugt daraus ein lauffähiges Projekt. Ein einfacher Build dauert etwa eine Minute, eine mehrseitige Seite einige Minuten mehr. Danach wird jede Änderung einzeln beauftragt.

Der Text ist praktisch aufgebaut: erst der Seitenplan, dann die zwei Stellen, an denen solche Websites regelmäßig verlieren (Vertrauen und Dateiannahme), dann ein Prompt, Kosten und Grenzen.

Welche Seiten braucht ein Übersetzungsbüro wirklich?

Wer eine Übersetzung sucht, hat drei Fragen im Kopf, und zwar in dieser Reihenfolge: Können die das in meiner Sprachkombination, dürfen die das amtlich beglaubigen, und was kostet es ungefähr. Eine Website, die diese drei Fragen ohne Umweg beantwortet, gewinnt Anfragen gegen deutlich größere Anbieter.

Seite Aufgabe Was unbedingt drauf gehört
Start in zehn Sekunden zeigen, worum es geht Hauptsprachpaare, Hinweis auf beglaubigte Übersetzungen, Button zur Angebotsanfrage
Leistungen den Auftragstyp einordnen Fachübersetzung, beglaubigte Übersetzung, Lektorat, Dolmetschen vor Ort und remote
Sprachen und Fachgebiete Passung prüfen lassen Liste der Sprachpaare, Fachgebiete wie Recht, Medizin, Technik, Marketing
Beglaubigte Übersetzungen die häufigste Einzelfrage klären wer ermächtigt ist, welches Gericht, was im Original eingereicht werden muss
Ablauf und Preise Unsicherheit nehmen Abrechnungseinheit, Bearbeitungszeit, Eilaufträge, was ein Angebot enthält
Angebot anfragen die Anfrage auslösen Formular mit Dateiupload, Sprachpaar, Wunschtermin, Verwendungszweck
Über uns Qualifikation belegen Ausbildung, Verbandsmitgliedschaft, Berufserfahrung, Foto
Rechtliches Pflichtangaben in Deutschland Impressum, Datenschutzerklärung, AGB

Acht Seiten sind der Normalfall, kein Luxus. Ein Büro, das nur aus einer Startseite mit Kontaktformular besteht, wirkt wie ein Nebenjob, und genau so werden dann auch die Budgets zugeschnitten.

Warum entscheidet die Seite über Qualifikation, nicht das Design?

Übersetzungen kauft man blind. Der Kunde kann das Ergebnis in der Zielsprache meist nicht beurteilen, also beurteilt er stattdessen die Person. Deshalb ist die Seite „Über uns“ hier keine Pflichtübung, sondern das eigentliche Verkaufsargument.

Konkret gehören dorthin: Studienabschluss oder Prüfung, die Ermächtigung durch ein Landgericht mit Nennung des Gerichts, Verbandsmitgliedschaften, Jahre im Beruf und die Fachgebiete, in denen Sie tatsächlich arbeiten. Ein Porträtfoto wirkt stärker als jedes Logo, weil es einen Menschen zeigt, der haftet.

Referenzen sind in dieser Branche heikel, weil viele Aufträge unter Verschwiegenheit stehen. Nennen Sie in dem Fall Branchen und Textsorten statt Firmennamen: „Zulassungsunterlagen für einen Medizintechnikhersteller“ sagt genug und bricht keine Vereinbarung. Erfinden Sie nichts dazu, das fliegt beim ersten Rückruf auf.

Wie nehme ich Dokumente sicher entgegen?

Hier liegt der technisch interessanteste Teil. Was Kunden hochladen, sind Zeugnisse, Urkunden, Verträge und Krankenunterlagen, also genau die Kategorien, bei denen Datenschutz kein Formalismus ist.

Zwei Wege funktionieren. Der einfache: Das Formular sammelt nur Sprachpaar, Textsorte, Umfang und Frist, die Datei kommt später per verschlüsselter E-Mail. Der bequemere: Ein Upload direkt im Formular, dessen Dateien über Supabase gespeichert werden, mit Benachrichtigung an Sie über Resend.

Wenn Sie den zweiten Weg nehmen, gehören drei Dinge in den Prompt und später in die Datenschutzerklärung: eine erlaubte Dateigröße, eine Liste zulässiger Formate und eine Löschfrist für Dateien, aus denen kein Auftrag wird. Diese Löschfrist tatsächlich einzuhalten ist Ihre Aufgabe, nicht die des Builders.

Preisliste oder Angebot: was gehört auf die Preisseite?

Viele Büros lassen die Preisseite ganz weg, weil der Preis vom Umfang, vom Fachgebiet und von der Frist abhängt. Das Ergebnis ist absehbar: Anfragen von Leuten, die mit einer völlig anderen Größenordnung gerechnet haben, und Stunden am Telefon.

Der bessere Kompromiss ist eine Seite, die den Preis erklärt statt ihn zu verschweigen. Nennen Sie die Abrechnungseinheit (Normzeile oder Wort), sagen Sie, welche Faktoren den Preis nach oben treiben (Fachgebiet, Formatierung, Eilfrist, Beglaubigung), und geben Sie eine Spanne für einen typischen Auftrag an.

Angabe auf der Preisseite Wirkung auf die Anfrage
Abrechnungseinheit genannt Kunde kann selbst grob rechnen
Preisfaktoren erklärt weniger Diskussion über den Zuschlag im Nachhinein
Bearbeitungszeit für Standardaufträge filtert unrealistische Fristen vorab heraus
Beglaubigung als eigener Posten vermeidet die häufigste Rückfrage nach dem Angebot
Nur „Preis auf Anfrage“ maximale Anzahl unpassender Anfragen

Wie sieht ein Prompt aus, der ein brauchbares Ergebnis liefert?

Der Unterschied zwischen generisch und passend liegt in der Menge konkreter Angaben. Der folgende Text ergibt eine Seite, die Sie einem Firmenkunden zeigen können.

Erstelle eine mehrseitige Website für ein Übersetzungsbüro in Stuttgart.
Seiten: Start, Leistungen, Sprachen und Fachgebiete, Beglaubigte Übersetzungen,
Ablauf und Preise, Angebot anfragen, Über mich, Impressum, Datenschutz, AGB.
Sprachpaare: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, jeweils in beide Richtungen.
Fachgebiete: Recht, Technik, Medizintechnik.
Startseite: ruhiger Kopfbereich mit einem Satz zur Ermächtigung durch das Landgericht,
darunter drei Kacheln für die Hauptleistungen, dann ein kurzer Ablauf in vier Schritten.
Formular „Angebot anfragen“: Sprachpaar, Textsorte, ungefährer Umfang, Wunschtermin,
Verwendungszweck (Behörde, Gericht, Firma, privat), Dateiupload, Einwilligungsfeld.
Ton: sachlich und präzise, keine Werbefloskeln, keine Superlative.
Farben: gedecktes Blau mit viel Weißraum, serifenlose Schrift, gut lesbare Fließtextgröße.

Er nennt die Seiten einzeln statt „alle üblichen Unterseiten“, beschreibt den Aufbau der Startseite konkret und legt den Ton fest. Fertige Bilder brauchen Sie noch nicht: Der erste Build läuft mit Platzhaltern, ein Porträtfoto tauschen Sie später aus.

Was kostet die Website in Credits?

Abgerechnet wird pro Aktion, nicht pro Monat der Nutzung. Damit ist die Rechnung vor dem Start ungewöhnlich gut planbar.

Aktion Credits Im Hi-Fi-Modus
Änderung an einem Projekt 3 6
Frischer Build 6 12
Mehrseitige Plattform 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weiterer Seite doppelt

Für den Seitenplan oben heißt das: 12 Credits für die ersten drei Seiten und je 3 Credits für die restlichen sieben, also dreißig für den ersten Aufbau. Mit einer Handvoll Änderungen liegt die veröffentlichte Fassung bei etwa fünfundvierzig verbrauchten Credits.

Die Tarife: Free gibt Ihnen 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business kostet 99 $ im Monat mit 800 Credits. Zweihundert Credits entsprechen ungefähr 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen. Der kostenlose Tarif liegt mit 5 Credits unter den 6 für einen einzigen Build und ist damit ein Rundgang durch die Oberfläche, kein fertiges Projekt.

Muss die Website selbst mehrsprachig sein?

Bei einem Übersetzungsbüro ist das keine rhetorische Frage: Eine einsprachige Seite wirkt in dieser Branche wie ein Schuster mit kaputten Schuhen. Trotzdem lohnt sich Zurückhaltung im ersten Schritt.

Rechnen Sie nach: Jede zusätzliche Sprachfassung verdoppelt die Seitenzahl und damit die Credits für den Aufbau, dazu kommt jede spätere Änderung doppelt. Sinnvoll ist deshalb, zuerst die deutsche Fassung fertig zu machen und danach die zweite Sprache anzulegen, wenn der Inhalt steht.

Die Übersetzung selbst kommt in Ihrem Fall ohnehin von Ihnen, was den größten Aufwand einer mehrsprachigen Seite erledigt. Was der Builder liefert, ist die Struktur und die Sprachumschaltung. Wie gut ein Builder mit nicht-englischen Inhalten umgeht, steht in Kann KI eine Website in meiner Sprache bauen?.

Was kann ein Builder bei einem Übersetzungsbüro nicht?

Drei ehrliche Grenzen.

Ein Übersetzungsmanagement mit Translation Memory, Terminologiedatenbank und Projektstatus je Auftrag ist kein Website-Thema mehr. Solche Systeme werden angebunden, nicht nachgebaut, und bei einem wirklich komplexen Produkt ersetzt ein Builder kein Entwicklungsteam.

Sehr spezifische Fachlogik entsteht über mehrere Änderungen statt über einen einzigen Prompt. Eine automatische Umfangsberechnung aus hochgeladenen Dateien gehört genau dorthin: machbar, aber schrittweise.

Und die Sandbox-Prüfung stellt sicher, dass das Projekt startet. Ob Ihre Fachgebiete richtig benannt sind und Ihre AGB tragen, prüft sie nicht. Für AGB und Datenschutzerklärung lohnt sich der Blick einer Anwältin oder eines Anwalts, gerade wenn Sie Dateien entgegennehmen.

Wie fange ich am besten an?

Sammeln Sie zuerst das Material: Sprachpaare mit Richtung, Fachgebiete, den Wortlaut Ihrer Ermächtigung, den typischen Ablauf eines Auftrags in vier Sätzen und drei anonymisierte Beispielprojekte. Diese halbe Stunde spart später mehrere Änderungen.

Wenn Sie nicht bei einem leeren Feld anfangen möchten, stehen 25 Vorlagen bereit, davon 5 für Spiele. Verwandte Aufbauten helfen ebenfalls weiter: Agentur-Website ohne Code erstellen zeigt den Umgang mit Leistungsseiten und Anfragen, Sprachschul-Website mit KI erstellen den Umgang mit Kursen und Terminen.

Den ersten Build starten Sie auf zugo.dev und vergleichen danach in Ruhe, was von Ihrem Prompt tatsächlich angekommen ist. Dieser Abgleich ist lehrreicher als jede Anleitung.

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