Kanzlei-Website ohne Code erstellen: Mandate gewinnen
Kanzlei-Website ohne Code erstellen: der Weg zum ersten Mandat
Eine Kanzlei-Website entsteht aus einer Beschreibung: Rechtsgebiete, Personen, Ablauf einer Beratung, Kontakt. Der Builder liefert eine geprüfte Seite, die Sie sofort veröffentlichen können. Anspruchsvoll ist nicht die Technik, sondern zweierlei: die berufsrechtlichen Pflichtangaben und die Frage, wie Mandanten eine Anfrage vertraulich übermitteln.
Beides lässt sich sauber lösen, wenn man es vor dem ersten Prompt bedenkt. Danach folgen in diesem Text Seitenstruktur, Formulierung der Rechtsgebiete, Kosten in Credits und die Punkte, an denen eine Website an ihre Grenze kommt.
Was erwartet ein Mandant auf einer Kanzlei-Website?
Drei Antworten, und zwar schnell: Bearbeiten Sie mein Problem, wer wird sich darum kümmern, und was kommt finanziell auf mich zu. Wer diese drei Dinge in den ersten Sekunden findet, ruft an. Wer stattdessen ein Bild von Waage und Gesetzbuch sieht, klickt zurück.
Rechtsuchende sind meist in einer unangenehmen Lage: Kündigung, Trennung, Unfall, Streit mit einer Behörde. Sie suchen kein Kanzleiprofil, sondern eine Beschreibung ihrer eigenen Situation, in der sie sich wiedererkennen. Genau daran scheitern die meisten Kanzleiseiten, weil sie in der Sprache der Kanzlei geschrieben sind.
Vertrauen entsteht dabei über Nüchternheit. Klare Fotos der handelnden Personen, verständliche Sätze, ehrliche Angaben zum Ablauf. Superlative wirken in diesem Beruf gegen Sie, und berufsrechtlich sind sie ohnehin heikel.
Welche Seiten braucht eine Kanzlei wirklich?
Sechs genügen für den Start, in dieser Reihenfolge der Wichtigkeit.
| Seite | Aufgabe | Was unbedingt hinein muss |
|---|---|---|
| Startseite | Einordnung in zehn Sekunden | Rechtsgebiete, Ort, Kontaktweg |
| Rechtsgebiete | Wiedererkennung des eigenen Falls | typische Situationen, Ablauf, Dauer |
| Personen | Wer bearbeitet das Mandat | Foto, Werdegang, Schwerpunkte, Fachanwaltstitel |
| Kosten und Ablauf | Angst vor der Rechnung nehmen | Abrechnungsarten, Erstberatung, Rechtsschutz |
| Kontakt | Anfrage stellen | Telefon, Mail, Anfahrt, Formular |
| Impressum und Datenschutz | Pflichtangaben | siehe eigener Abschnitt |
Je Rechtsgebiet eine eigene Seite ist besser als eine Sammelseite mit Aufzählung. Menschen suchen nach ihrem Problem, nicht nach einem Oberbegriff, und eine eigene Seite kann diese Sprache aufnehmen.
Die Seite zu Kosten und Ablauf wird am häufigsten vergessen und am zweithäufigsten gelesen. Ein kurzer Absatz zu Vergütung nach Gesetz, Stundensatz oder Vergütungsvereinbarung sowie zum Umgang mit Rechtsschutzversicherungen erspart Ihnen viele unpassende Anfragen.
Wie sieht ein brauchbarer erster Prompt aus?
Beschreiben Sie Kanzlei und Mandantschaft so, wie Sie es einer neuen Kollegin erklären würden.
Website für eine Kanzlei in Kassel mit zwei Anwältinnen. Schwerpunkte Arbeitsrecht und Familienrecht. Startseite mit kurzer Einordnung, den beiden Schwerpunkten und Telefonnummer. Je Schwerpunkt eine eigene Seite mit typischen Situationen, Ablauf und Dauer. Seite zum Team mit Foto, Werdegang und Fachanwaltstitel. Seite zu Kosten und Ablauf mit Erstberatung, Vergütungsvereinbarung und Rechtsschutz. Kontaktseite mit Formular, Telefon, Öffnungszeiten und Anfahrt. Impressum und Datenschutz als eigene Seiten. Sachliche, ruhige Gestaltung, gut lesbar, zuerst für das Telefon gedacht.
Nennen Sie Struktur statt Stimmung: Zahl der Schwerpunkte, Zahl der Personen, welche Felder das Formular hat. Was danach nicht passt, ändern Sie gezielt.
Wie formuliert man Rechtsgebiete so, dass Mandanten sie finden?
Indem Sie das Problem benennen, nicht das Fachgebiet. Niemand sucht nachts nach Arbeitsrecht. Gesucht wird nach Kündigung erhalten, Abfindung berechnen, Aufhebungsvertrag unterschreiben, Zeugnis zu schlecht.
Bauen Sie die Seite deshalb entlang solcher Situationen: Was ist passiert, welche Fristen laufen jetzt, was macht die Kanzlei konkret, was kostet es ungefähr. Fristen sind dabei das wirksamste Argument, denn die dreiwöchige Frist für die Kündigungsschutzklage bringt mehr Menschen zum Anruf als jede Auszeichnung.
Die Ortsangabe gehört sichtbar dazu, weil solche Suchen fast immer örtlich sind. Kanzlei, Stadt, Stadtteil, gern auch die Nachbarorte im Einzugsgebiet. Verwandte Berufe lösen dieselbe Aufgabe ähnlich, siehe Notar-Website ohne Code erstellen und Website für Steuerberater.
Welche Pflichtangaben gehören auf eine Kanzlei-Website?
Über das übliche Impressum hinaus verlangt das Berufsrecht mehrere Angaben. Dazu zählen die Berufsbezeichnung Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin und der Staat, in dem sie verliehen wurde, die zuständige Rechtsanwaltskammer, die maßgeblichen berufsrechtlichen Regelungen samt Fundstelle sowie Name und Anschrift der Berufshaftpflichtversicherung mit ihrem räumlichen Geltungsbereich.
Dazu kommen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ein Hinweis zur Streitschlichtung und die Datenschutzerklärung. Fachanwaltstitel dürfen genannt werden, wenn sie verliehen wurden; die Bezeichnung Spezialist ist heikel und sollte nur nach Prüfung verwendet werden.
Werbung ist erlaubt, solange sie sachlich über die berufliche Tätigkeit informiert. Erfolgsversprechen, Vergleiche mit anderen Kanzleien und die Nennung von Mandaten ohne Einwilligung sind es nicht. Der Builder legt diese Seiten an, die Inhalte prüfen Sie selbst, denn dieser Text ist keine Rechtsberatung.
Wie nehmen Sie Anfragen vertraulich entgegen?
Das ist der heikelste Punkt der ganzen Seite. Mandanten schildern im Freitextfeld sofort ihren vollständigen Fall, mit Namen von Gegnern, Aktenzeichen und Daten. Diese Angaben unterliegen Ihrer Verschwiegenheitspflicht, sobald sie bei Ihnen ankommen.
Praktisch heißt das dreierlei. Erstens Datensparsamkeit: Das Formular fragt Name, Kontaktweg und eine kurze Einordnung ab, ausdrücklich nicht die ganze Akte. Ein Hinweis dazu direkt über dem Feld wirkt besser als jeder Satz in der Datenschutzerklärung. Zweitens gehören die Anfragen in ein Postfach, das Sie kontrollieren, nicht in einen Dienst mit unklarer Verarbeitung. Drittens brauchen Sie eine Kollisionsprüfung, bevor Sie inhaltlich antworten.
Resend verschickt Eingangsbestätigung und Benachrichtigung aus dem Projekt heraus, wie in KI-App-Builder mit Resend beschrieben. Wer Termine online vergeben möchte, findet die Bauformen in Buchungsseite erstellen ohne Code. Eine Datenbank über Supabase brauchen Sie nur, wenn Anfragen im Projekt gespeichert werden sollen, und oft ist das Postfach die bessere Wahl.
Was kostet der Aufbau in Credits?
Abgerechnet wird nach Aktionen, nicht nach Seitenaufrufen.
| Aktion | Credits | Im Hi-Fi-Modus |
|---|---|---|
| Änderung an einem Projekt | 3 | 6 |
| Frischer Build | 6 | 12 |
| Mehrseitige Plattform | 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weiterer Seite | doppelt |
Die Tarife: Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business 99 $ im Monat mit 800 Credits. Zweihundert Credits entsprechen etwa 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen.
Für eine Kanzlei mit sechs Seiten sind das 12 Credits für die ersten drei und 9 für die weiteren drei. Jede zusätzliche Seite zu einem Rechtsgebiet kostet 3 Credits, und genau so lässt sich die Seite über Monate ausbauen: ein Thema nach dem anderen, statt einmal alles.
Wo endet die Website und wo beginnt die Kanzleisoftware?
Diese Grenze sollte man kennen. Fristenkontrolle, Aktenführung, Zeiterfassung, Abrechnung nach dem Vergütungsgesetz und die Kommunikation über das besondere elektronische Anwaltspostfach gehören in Kanzleisoftware. Dort steckt Fachwissen, das niemand nebenbei beschreibt, und ein Fehler in der Fristenkontrolle ist ein Haftungsfall.
Die Website hat eine andere Aufgabe: gefunden werden, einordnen, Kontakt herstellen. Beide Systeme berühren sich nur an einer Stelle, nämlich bei der Anfrage, die aus dem Formular in Ihren Posteingang und von dort in die Akte wandert.
Auch die grundsätzliche Grenze gilt: Bei einem echten Mandantenportal mit Aktenzugriff und Dokumentenaustausch ersetzt ein Builder kein Entwicklungsteam. Wer einen geschützten Bereich möchte, plant ihn als eigenes Projekt mit Login und klarer Rechtevergabe.
Wie kommen Sie zur ersten Mandatsanfrage?
Schreiben Sie zuerst auf, mit welchen fünf Situationen Mandanten typischerweise zu Ihnen kommen. Diese fünf Beschreibungen sind der Kern der Seite; alles andere ist Rahmen.
Dann bauen und ansehen. Eine einfache Seite steht in etwa einer Minute, eine mehrseitige Struktur in einigen Minuten. Jedes Projekt läuft vor der Übergabe durch eine Sandbox, und was sich dort nicht öffnen lässt, wird nicht ausgeliefert. Es stehen 25 Vorlagen bereit, davon 5 für Spiele.
Prüfen Sie danach die Pflichtangaben Zeile für Zeile und schicken Sie eine Testanfrage vom eigenen Telefon. Veröffentlicht wird auf eine Adresse der Form ihre-kanzlei.zugo.run, die eigene Domain kommt danach dazu. Der erste Entwurf entsteht aus drei Sätzen Beschreibung auf zugo.dev.