Marktplatz ohne Code erstellen: Anbieter, Zahlung, Provision
Marktplatz ohne Code erstellen: der realistische Weg
Einen Marktplatz beschreiben Sie in Worten: wer anbietet, wer kauft, woran Sie verdienen. Der Builder erzeugt daraus Startseite, Suche, Anbieterprofile und Formulare und prüft das Ergebnis vor der Auslieferung. Die schwierige Arbeit liegt nicht im Bauen, sondern in der Frage, ob das Geld über Ihre Plattform fließt oder daneben.
Diese Entscheidung bestimmt Aufwand, Rechtsform und Technik. Deshalb steht sie hier vor allem anderen, danach folgen Prompt, Anbieterakquise, Zahlung, Kosten und die Grenzen.
Was ist ein Marktplatz, und was ist nur ein Verzeichnis?
Ein Verzeichnis listet Anbieter auf und schickt Interessenten weiter. Ein Marktplatz nimmt die Transaktion selbst entgegen: Der Käufer bucht oder kauft auf Ihrer Seite, Sie behalten einen Anteil ein und leiten den Rest weiter.
Zwischen beiden liegt ein Unterschied von mehreren Wochen Arbeit. Das Verzeichnis braucht Einträge, Suche und ein Kontaktformular. Der Marktplatz braucht zusätzlich Konten für beide Seiten, Zahlungsabwicklung, Auszahlungen, Stornoregeln und eine Antwort auf die Frage, wer haftet, wenn etwas schiefgeht.
Viele erfolgreiche Plattformen haben als Liste angefangen und die Zahlung erst eingebaut, als sichtbar wurde, dass Angebot und Nachfrage sich tatsächlich finden. Wenn Sie mit dem Format noch nicht vertraut sind, beginnen Sie mit der kleineren Form, die in Verzeichnis-Website erstellen beschrieben ist.
Welche Bauform passt zu Ihrem Vorhaben?
Drei Stufen, die sich in Aufwand und Verantwortung deutlich unterscheiden.
| Stufe | Was auf der Plattform passiert | Nötige Dienste | Ihr Verdienst |
|---|---|---|---|
| Liste mit Kontakt | Suchen, Profil ansehen, Anfrage senden | Supabase, Resend | Eintragsgebühr, Hervorhebung |
| Anfrage mit Vermittlung | Anfrage geht an mehrere Anbieter, Sie behalten den Überblick | Supabase, Resend | monatlicher Beitrag der Anbieter |
| Volle Transaktion | Buchen und bezahlen auf der Plattform | Supabase, Resend, Stripe | Provision je Auftrag |
Die erste Stufe steht nach einem Build und einigen Änderungen. Die dritte ist ein eigenes Produkt mit Konten, Rechnungen und Streitfällen. Dazwischen liegt die Stufe, die in der Praxis am häufigsten unterschätzt wird und am häufigsten reicht.
Ein Hinweis aus der Erfahrung: Provision klingt attraktiver, als sie am Anfang ist. Solange wenige Aufträge laufen, bringt ein fester Monatsbeitrag der Anbieter mehr Planbarkeit und deutlich weniger Technik.
Wie sieht der erste Prompt für einen Marktplatz aus?
Beschreiben Sie beide Seiten getrennt, so wie Sie es einem neuen Mitarbeiter erklären würden.
Marktplatz für Tonstudios in Nordrhein-Westfalen. Anbieter legen ein Profil an mit Name, Stadt, Ausstattung, Stundensatz, fünf Fotos und freien Tagen. Besucher filtern nach Stadt, Preis und Ausstattung und senden eine Anfrage mit Datum, Dauer und Beschreibung des Projekts. Startseite mit Suche und acht hervorgehobenen Studios, Ergebnisliste, Profilseite, Seite für Anbieter mit den Konditionen, Impressum und Datenschutz. Sachliches, dunkles Design, zuerst für das Telefon gedacht.
Filterkriterien sind der wichtigste Teil dieser Beschreibung. Sie bestimmen, welche Felder ein Profil überhaupt hat, und Felder nachträglich einzuziehen ist teurer, als sie einmal aufzuschreiben. Nennen Sie außerdem, was Pflichtangabe ist und was nicht.
Wie kommen die ersten Anbieter auf die Plattform?
Das ist die eigentliche Hürde, und keine Software löst sie. Ein leerer Marktplatz ist für Käufer wertlos, und ohne Käufer trägt sich kein Anbieter ein.
Der Weg, der funktioniert, ist unbequem: Sie tragen die ersten Anbieter selbst ein, mit deren Einverständnis und mit sauber recherchierten Angaben. Zwanzig gute Profile wirken auf einen Besucher wie ein Markt, drei wirken wie ein Testlauf. Erst wenn die Seite lebt, lohnt sich das Formular zur Selbstregistrierung.
Technisch heißt das: Der Import von Hand geht schneller als ein Anbieterkonto mit Bildupload und Freigabeprozess. Bauen Sie das Konto in dem Moment, in dem Ihnen das Pflegen zu viel wird, und keinen Tag früher.
Wie fließt das Geld zwischen Käufer, Anbieter und Ihnen?
Mit Stripe nimmt die Plattform Zahlungen entgegen, im Abonnement oder je Auftrag. Der Einstieg steht in KI-App-Builder mit Stripe. Für den Beitrag der Anbieter reicht das vollständig aus, und dieser Fall ist an einem Nachmittag eingerichtet.
Die geteilte Zahlung ist eine andere Größenordnung. Sobald Sie Geld für fremde Rechnung einnehmen und weiterleiten, brauchen die Anbieter eigene Konten beim Zahlungsdienstleister, Sie brauchen Auszahlungslogik, Gutschriften und eine Antwort auf Rückbuchungen. Das ist mit den Bausteinen von Stripe machbar, aber es ist Fachlogik, die über mehrere Änderungen entsteht und nicht aus einem Prompt.
Supabase hält Anbieter, Angebote, Anfragen und Buchungen. Ohne Datenbank gibt es keine Suche und keine Historie, siehe KI-App-Builder mit Supabase. Resend verschickt Bestätigungen an beide Seiten.
Was kostet der Aufbau in Credits?
Abgerechnet wird nach Aktionen, nicht nach Stunden.
| Aktion | Credits | Im Hi-Fi-Modus |
|---|---|---|
| Änderung an einem Projekt | 3 | 6 |
| Frischer Build | 6 | 12 |
| Mehrseitige Plattform | 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je Seite | doppelt |
Die Tarife: Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business 99 $ im Monat mit 800. Zweihundert Credits entsprechen rund 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen, wenn man sie ausschließlich dafür einsetzt.
Ein Marktplatz ist ein mehrseitiges Projekt, planen Sie also die Plattform plus eine Reihe von Änderungen für Filter, Formulartexte, Sortierung und Sonderfälle. Beachten Sie, dass die 5 Credits im kostenlosen Tarif unter den 6 für einen Build liegen: Free ist ein Rundgang, kein Projekt.
Welche Pflichten hat der Betreiber eines Marktplatzes?
Mehr als bei einer normalen Website, und das gehört vor den Start geklärt. Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht, sobald die Seite gewerblich ist. Der Builder legt beide Seiten an, die Inhalte verantworten Sie.
Wichtiger ist Ihre Rolle im Geschäft. Vermitteln Sie nur, oder verkaufen Sie selbst? Davon hängt ab, wer die Rechnung stellt, wer für Mängel geradesteht und welche Angaben zum Widerrufsrecht nötig sind. Für Plattformen mit Verbraucherkontakt kommen europäische Vorgaben zu Transparenz und Meldewegen hinzu.
Nichts davon ersetzt anwaltliche Beratung, und dieser Text tut es ausdrücklich nicht. Aber die Frage sollte beantwortet sein, bevor die erste Buchung eingeht, denn sie ändert Texte, Formulare und manchmal das Geschäftsmodell.
Was kann der Builder bei einem Marktplatz nicht?
Er baut Oberfläche, Datenmodell und Abläufe. Er ersetzt kein Entwicklungsteam, sobald das Produkt komplex wird: Bewertungen mit Missbrauchsschutz, Betrugserkennung, Streitschlichtung, Auszahlungen an viele Empfänger und eine mobile App gehören in diese Kategorie.
Auch die Suche hat eine Grenze. Filter über Felder funktionieren gut. Semantische Suche über Freitext, Ranking nach Qualität und Empfehlungen sind eigene Themen, die man nicht nebenbei beschreibt.
Und die unangenehme Wahrheit zum Schluss: Sehr spezifische Geschäftslogik entsteht über viele einzelne Änderungen. Wer eine Provisionsstaffel mit Sonderfällen und regionalen Regeln braucht, arbeitet sich Schritt für Schritt dorthin, statt sie in einen Prompt zu schreiben.
Welche Reihenfolge funktioniert in der Praxis?
Legen Sie zuerst die Felder fest: Was steht in einem Anbieterprofil, wonach wird gefiltert, welche Angaben macht ein Käufer bei der Anfrage. Diese Liste ist die halbe Arbeit.
Dann bauen und ansehen. Eine einfache Seite steht in etwa einer Minute, eine mehrseitige Plattform in einigen Minuten. Jedes Projekt läuft vor der Übergabe durch eine Sandbox, und was sich dort nicht öffnen lässt, wird nicht ausgeliefert. Es gibt 25 Vorlagen, davon 5 für Spiele, falls Sie nicht mit einem leeren Feld beginnen wollen.
Tragen Sie danach die ersten Anbieter selbst ein und schicken Sie eine echte Anfrage durch den gesamten Ablauf, vom Filter bis zur Bestätigungsmail. Veröffentlicht wird auf eine Adresse der Form ihr-markt.zugo.run, die eigene Domain kommt danach dazu. Der erste Entwurf entsteht aus wenigen Sätzen Beschreibung auf zugo.dev.