Website für Online-Kurse ohne Code erstellen: Anleitung
Website für Online-Kurse ohne Code erstellen
Sie beschreiben Ihren Kurs, die Zielgruppe und den Preis. Zugo baut daraus eine Verkaufsseite oder einen geschützten Kursbereich mit Anmeldung, prüft das Ergebnis in einer Sandbox und veröffentlicht es auf zugo.run. Ein Build kostet 6 Credits, eine mehrseitige Plattform 12 Credits für die ersten drei Seiten.
Vor dem ersten Build steht allerdings eine Entscheidung, die den gesamten Aufwand bestimmt: Bauen Sie nur die Verkaufsseite, oder auch den Ort, an dem der Kurs stattfindet.
Verkaufsseite oder Kursplattform, was brauche ich?
Diese beiden Dinge werden ständig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Probleme lösen. Die Verkaufsseite überzeugt jemanden, den Kurs zu kaufen. Die Kursplattform ist der Ort, an dem er ihn danach ansieht. Sie können beides zusammen bauen, aber Sie sollten es getrennt entscheiden.
Für den Start reicht sehr oft die Verkaufsseite allein. Der Kurs selbst wird per E-Mail ausgeliefert, über einen Link zu einer Videoplattform oder als Download. Das ist unspektakulär und hat einen echten Vorteil: Sie erfahren, ob überhaupt jemand kauft, bevor Sie Wochen in einen Mitgliederbereich stecken.
Der geschützte Kursbereich lohnt sich, sobald mehrere Kurse zusammenkommen, Fortschritt sichtbar sein soll oder Sie ein Abonnement verkaufen. Dann kommen Anmeldung, Datenbank und Zugriffsprüfung dazu, und das Projekt wird zu einer kleinen Anwendung.
| Nur Verkaufsseite | Mit Kursbereich | |
|---|---|---|
| Anmeldung nötig | nein | ja |
| Auslieferung | E-Mail, Link, Download | im geschützten Bereich |
| Aufwand beim Aufbau | ein Build und wenige Runden | mehrseitige Plattform plus mehrere Runden |
| Passend für | ersten Kurs, Vorverkauf | mehrere Kurse, Abonnement |
| Laufende Pflege | gering | dauerhaft |
Was gehört auf die Verkaufsseite eines Kurses?
Am Anfang steht, für wen der Kurs ist und was danach anders sein wird. Nicht der Inhalt, sondern das Ergebnis: „Nach dem Kurs erstellen Sie Ihre Einnahmenüberschussrechnung selbst“ ist stärker als eine Aufzählung von zwölf Modulen.
Danach kommen die Sachangaben, die über den Kauf entscheiden: Umfang in Stunden, Anzahl der Lektionen, Format (Video, live, gemischt), Termine bei Livekursen, Vorkenntnisse, Preis. Fehlt eine dieser Angaben, schreiben Interessenten eine Mail statt zu kaufen, und die meisten schreiben gar nicht.
Zum Schluss die Beweisebene: Wer unterrichtet, mit welcher Erfahrung, und was sagen frühere Teilnehmende. Stimmen von Teilnehmenden nur verwenden, wenn sie echt sind. Erfundene Erfahrungsberichte sind der schnellste Weg, Vertrauen dauerhaft zu verlieren, und rechtlich heikel dazu.
Wie beschreibe ich den Kurs für den Builder?
Die Beschreibung entscheidet über die Zahl der Runden danach. Ein Absatz mit den richtigen Angaben reicht.
Verkaufsseite für einen Online-Kurs zur Buchführung für Solo-Selbstständige.
14 Videolektionen, zusammen etwa 5 Stunden, dazu Vorlagen zum Herunterladen.
Zielgruppe: Freiberufler im ersten oder zweiten Jahr, ohne Vorkenntnisse.
Preis einmalig, Zahlung über Stripe. Gebraucht werden Startseite mit Ergebnis
und Preis, Lehrplanübersicht, Seite über die Dozentin, Fragen und Antworten,
Kaufabschnitt. Ruhige Gestaltung, gut lesbar auf dem Telefon.
Nennen Sie ausdrücklich, ob es einen geschützten Bereich geben soll und ob einmalig oder im Abonnement bezahlt wird. Diese zwei Sätze verändern den Aufbau stärker als alle Gestaltungswünsche zusammen. Wie eine Beschreibung aufgebaut wird, steht in einen guten Prompt schreiben.
Wie wird der Kurs bezahlt?
Über Stripe, das sowohl einmalige Zahlungen als auch Abonnements abwickelt. Ein Kurs zum Festpreis ist der einfache Fall. Ein monatlicher Zugang zu einer wachsenden Bibliothek ist ein Abonnement, und dabei gehört mitgedacht, was beim Kündigen passiert.
Für den deutschen Markt sind zwei Punkte praktisch wichtig. Erstens die Zahlarten: Kreditkarte allein reicht vielen Käufern nicht, weshalb Sie in Ihrem Zahlungskonto die hier üblichen Verfahren freischalten sollten. Zweitens die Pflichtangaben beim Verkauf digitaler Inhalte an Verbraucher, also Preisangaben, Widerrufsbelehrung und der Hinweis zum vorzeitigen Beginn.
Diese Texte kommen von Ihnen oder Ihrer rechtlichen Beratung. Der Builder legt die Seiten an, wenn Sie sie in der Beschreibung nennen, prüft sie aber nicht auf Richtigkeit. Wie die Anbindung im Detail funktioniert, steht in KI-Builder mit Stripe.
Wo liegen eigentlich die Videos?
Das ist die Frage, die am häufigsten zu spät gestellt wird. Zugo ist kein Videohoster: Es gibt keine Mediathek, kein Transkodieren in verschiedene Auflösungen und keinen Kopierschutz für Videodateien. Ihre Videos liegen bei einem Videodienst und werden in die Seite eingebettet.
Praktisch heißt das: Sie laden die Lektionen bei einem Anbieter Ihrer Wahl hoch, stellen sie nicht öffentlich auffindbar ein und binden den Abspieler im Kursbereich ein. Für Vorlagen, Arbeitsblätter und Zusammenfassungen genügt die Dateiablage von Supabase.
Ein ehrlicher Zusatz zum Thema Schutz: Ein eingebettetes Video ist nicht kopiersicher, bei keinem Anbieter und in keiner Preisklasse. Wer Inhalte verkauft, verkauft Begleitung, Ordnung und Aktualität, nicht Unkopierbarkeit. Diese Erwartung von Anfang an richtig zu setzen erspart Enttäuschung.
Was kostet der Aufbau in Credits?
Abgerechnet werden Aktionen, nicht Teilnehmerzahlen oder Umsätze.
| Aktion | Credits | Im Hi-Fi-Modus |
|---|---|---|
| Änderung an einem bestehenden Projekt | 3 | 6 |
| Frischer Build | 6 | 12 |
| Mehrseitige Plattform | 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weitere Seite | doppelt |
Die Tarife: Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business 99 $ im Monat mit 800 Credits. 200 Credits entsprechen etwa 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen. Da 5 Credits unter den 6 Credits eines Builds liegen, ist der kostenlose Tarif zum Ansehen der Oberfläche gedacht.
Eine sinnvolle Reihenfolge: zuerst nur die Verkaufsseite bauen, in zwei bis drei Runden nachschärfen und verkaufen. Erst wenn die ersten Käufe da sind, den geschützten Bereich als mehrseitige Plattform ergänzen. Diese Reihenfolge spart Credits und, wichtiger, Wochen.
Wie schütze ich den Kursbereich vor unbefugtem Zugriff?
Über die Anmeldung von Supabase. Teilnehmende registrieren sich mit E-Mail und Passwort, und der Kursbereich prüft bei jedem Aufruf, ob jemand angemeldet ist und ob der Kurs für ihn freigeschaltet wurde.
Die Verbindung zwischen Kauf und Freischaltung ist die Stelle, die Sie nach dem Build ausdrücklich testen sollten. Legen Sie sich einen zweiten Zugang ohne Kauf an und prüfen Sie, dass er die Lektionen nicht sieht. Ein Bereich, der nur deshalb geschützt wirkt, weil kein Link darauf zeigt, ist nicht geschützt.
Beim Umfang lohnt Zurückhaltung. Fortschrittsanzeige, Lesezeichen und ein Downloadbereich sind machbar. Zertifikate mit Prüfungslogik, Lernpfade mit Abhängigkeiten und Auswertungen für Firmenkunden sind ein eigenes Produkt, das über viele Änderungsrunden entsteht. Verwandt, aber nicht identisch ist der Fall in Mitgliederseite erstellen.
Wo hört der Builder auf?
Drei Grenzen, die vorher bekannt sein sollten. Erstens die schon genannte: kein Videohosting, keine Kopiersicherheit. Zweitens: Ein vollwertiges Lernmanagementsystem mit Prüfungen, Bewertungen und Nachweisen für Bildungsträger ist ein großes Vorhaben und ab einer gewissen Größe Sache eines Entwicklungsteams.
Drittens: Sehr spezifische Fachlogik entsteht über mehrere Änderungen statt über einen Satz. Ein Gutscheinsystem mit Staffelrabatten für Firmenbuchungen ist machbar, aber Sie werden es schrittweise nachschärfen.
Und die Prüfung in der Sandbox sagt Ihnen, dass die Seite technisch startet. Ob Ihr Kurs verkauft wird, entscheidet der Inhalt, nicht der Aufbau. Eine ehrlich beschriebene, schlichte Seite mit einem guten Kurs schlägt eine aufwendige Seite mit einem mittelmäßigen.
Wie sieht ein realistischer Start aus?
Nehmen Sie einen Kurs, einen Preis, eine Zielgruppe. Schreiben Sie das Ergebnis für Teilnehmende in einem Satz auf, dazu Umfang, Format und Vorkenntnisse. Mehr Material brauchen Sie für die erste Fassung nicht.
Bauen Sie die Verkaufsseite, sehen Sie sie auf dem Telefon an, ändern Sie zwei bis drei Mal und veröffentlichen Sie. Wer nicht bei einem leeren Feld beginnen möchte, kann eine der 25 Vorlagen als Ausgangspunkt nehmen, davon sind 5 für Spiele gedacht.
Ausprobieren lässt sich das auf zugo.dev. Die Adresse auf zugo.run steht sofort bereit, und über den geschützten Kursbereich entscheiden Sie später, wenn die ersten Verkäufe zeigen, dass er sich lohnt.