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Guten Prompt für eine Website schreiben: Aufbau und Beispiel

Guten Prompt für eine Website schreiben: Aufbau und Beispiel

Ein guter Prompt beschreibt sechs Dinge: wer die Seite braucht, welche Seiten es gibt, was der Besucher tun soll, welche Inhalte vorliegen, welchen Ton Sie wollen und welche Grenzen gelten. Er nennt das Ergebnis, nicht die Technik. Je konkreter diese sechs Angaben, desto weniger Änderungsrunden brauchen Sie danach.

Der Unterschied ist rechenbar. Eine Beschreibung, die zwanzig Minuten Vorbereitung gekostet hat, spart in der Regel drei bis fünf Korrekturrunden, und jede davon kostet Credits und Aufmerksamkeit.

Was unterscheidet einen guten Prompt von einem schwachen?

Ein schwacher Prompt beschreibt einen Wunsch, ein guter beschreibt ein Ergebnis. „Mach mir eine schöne Seite für meine Firma“ enthält keine einzige überprüfbare Angabe. Weder Sie noch das Modell können hinterher sagen, ob das Ergebnis richtig ist, weil es kein Kriterium gibt.

Der zweite Unterschied liegt in der Reihenfolge. Gute Beschreibungen gehen von grob nach fein: erst Zweck und Aufbau, dann Inhalte, zuletzt Optik. Wer mit Farbwünschen anfängt, bekommt eine schön gestaltete Seite, deren Aufbau nicht passt, und muss die Gestaltung danach ein zweites Mal machen.

Der dritte Unterschied sind die Grenzen. Ein Satz darüber, was nicht passieren soll, ist oft wertvoller als drei Sätze über das Gewünschte. „Keine Bildergalerie, keine Zitate von Kunden“ verhindert zwei Bereiche, die Sie sonst wieder entfernen lassen.

Welche sechs Angaben gehören in jede Beschreibung?

Diese sechs, und in dieser Reihenfolge. Fehlt eine, wird sie geraten, und Raten führt zu einem Ergebnis, das plausibel aussieht und nicht Ihres ist.

Angabe Was gemeint ist Beispiel
Zweck und Zielgruppe wer kommt und warum Physiotherapiepraxis, Patienten mit Rezept
Seitenplan welche Seiten es gibt Start, Leistungen, Team, Termine, Anfahrt
Gewünschte Handlung was der Besucher tun soll Termin anfragen, sonst nichts
Vorhandene Inhalte was Sie schon haben Preisliste, acht Fotos, Öffnungszeiten
Ton und Optik wie es klingen und wirken soll sachlich, ruhige Farben, keine Superlative
Grenzen was ausdrücklich fehlen soll kein Chat, keine Onlinezahlung

Die dritte Zeile ist die, die am meisten bewirkt und am häufigsten fehlt. Eine Seite mit einer klaren Handlung schlägt eine Seite mit fünf gleichwertigen Angeboten fast immer, weil der Besucher sonst nicht wählt, sondern geht.

Wie sieht ein vollständiger Prompt aus?

So knapp wie ein Aushang und so vollständig wie eine Übergabe an eine Vertretung. Alles, was Sie einem Menschen erklären müssten, muss auch hier stehen.

Erstelle eine mehrseitige Website für eine Physiotherapiepraxis in Bremen.
Zielgruppe: Patienten mit ärztlicher Verordnung und Selbstzahler.
Seiten: Start, Leistungen, Team, Termine, Anfahrt, Impressum, Datenschutz.
Hauptziel: Terminanfrage über ein Formular, alles andere ist zweitrangig.
Leistungen: Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage,
Kiefergelenkbehandlung, Hausbesuche im Stadtgebiet.
Startseite: kurzer Satz zur Praxis, drei Leistungskacheln, Hinweis auf
aktuelle Wartezeit, Button „Termin anfragen“.
Formular: Name, Telefon, Verordnung ja oder nein, Wunschzeitraum,
Ankreuzfeld Datenschutz.
Ton: sachlich und freundlich, keine Heilversprechen.
Farben: heller Grundton, ein ruhiger Akzent, gut lesbare Schrift.
Nicht enthalten: Onlinezahlung, Chat, Bildergalerie.

Beachten Sie die vorletzte Zeile. „Keine Heilversprechen“ ist im medizinischen Umfeld nicht kosmetisch, sondern rechtlich relevant, und es ist billiger, das vorher zu sagen als hinterher zwölf Formulierungen zu korrigieren.

Wie beschreibe ich das Ergebnis statt der Technik?

Indem Sie sagen, was ein Besucher sehen und tun soll, und nicht, wie es gebaut wird. „Auf dem Handy sollen die Kacheln untereinander stehen“ ist eine überprüfbare Aussage. Eine Anweisung über Rasterspalten und Klassen ist eine Annahme über den Code, die Sie gar nicht kontrollieren können.

Das gilt auch für Datenfragen. „Kunden sollen sich anmelden und ihre Rechnungen sehen“ beschreibt das Ziel. Welche Tabellen dafür entstehen und wie die Anmeldung technisch abgesichert wird, ist die Aufgabe der Anbindung an Supabase und nicht Ihre Formulierungsarbeit.

Wer ohne technischen Hintergrund arbeitet, ist damit sogar im Vorteil: Die Beschreibung bleibt nah an dem, was der Besucher erlebt. Halbes Fachvokabular ist der schlechteste Zustand, weil es eine Genauigkeit vortäuscht, die keine ist, und das Modell in eine Richtung schickt, die Sie hinterher nicht beurteilen können.

Wie formuliere ich Änderungen nach dem ersten Build?

Mit drei Angaben: Ort, Objekt, Ziel. „Im Preisbereich die mittlere Karte hervorheben und den Button auf ‚Termin buchen‘ ändern“ hat genau eine Lesart. „Sieht noch nicht gut aus“ ist eine Stimmung, und daraus entsteht eine Überraschung.

Grenzen Sie außerdem negativ ab, sobald etwas erhalten bleiben soll. „Kürzer, aber die Liste der Leistungen bleibt“ verhindert, dass beim Aufräumen etwas verschwindet, an dem Ihnen liegt. Diese vier Wörter sind die wirksamsten in der ganzen Änderungsrunde.

Bündeln Sie kleine, voneinander unabhängige Wünsche und schicken Sie tiefe Eingriffe einzeln. Fünf Textkorrekturen zusammen sind eine Änderung. Ein Umbau der Startseite gemeinsam mit vier Kleinigkeiten macht die Ursachensuche unmöglich, wenn das Ergebnis nicht passt. Ausführlich steht das in KI-Website nachträglich bearbeiten.

Was kostet ein schwacher Prompt an Credits?

Er kostet nicht beim Schreiben, sondern bei den Runden danach. Abgerechnet wird pro Aktion, unabhängig davon, wie gut die Beschreibung war.

Aktion Credits Im Hi-Fi-Modus
Änderung an einem Projekt 3 6
Frischer Build 6 12
Mehrseitige Plattform 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weiterer Seite doppelt

Rechnen Sie eine typische Lage durch. Ein sauberer Build für 6 plus zwei Korrekturrunden für zusammen 6 ergibt zwölf verbrauchte Einheiten. Derselbe Auftrag mit einer vagen Beschreibung braucht oft zwei Builds und sechs Runden, und das ist mehr als das Doppelte.

Free gibt 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat und enthält 200 Credits, Business kostet 99 $ im Monat und enthält 800. Zweihundert entsprechen etwa 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen. Und beachten Sie: 5 liegen unter den 6 eines einzigen Builds, der kostenlose Tarif reicht für einen Rundgang und nicht für ein Projekt.

Welche Formulierungen führen zuverlässig zu Ärger?

Fünf Muster tauchen immer wieder auf. Sie sehen harmlos aus und erzeugen jedes Mal eine zusätzliche Runde.

Vage Formulierung Was daraus wird Bessere Fassung
„modern und professionell“ irgendein Durchschnitt „ruhige Farben, viel Weißraum, große Schrift“
„alles Wichtige drauf“ zehn Bereiche, davon sieben leer Seitenplan mit fünf benannten Bereichen
„so ähnlich wie bei der Konkurrenz“ Vermutung statt Vorlage „Aufbau: Angebot, Preise, Team, Kontakt“
„mach es besser“ zufällige Änderung „Überschrift kürzen, Button nach oben“
„mit allen Funktionen“ unklarer Umfang „Formular und Kartenausschnitt, sonst nichts“

Die dritte Zeile verdient einen Hinweis. Der Verweis auf eine fremde Seite ist deshalb schwach, weil er nicht mitgeliefert wird. Was Sie an dieser Seite gut finden, wissen nur Sie, und genau das gehört in zwei Sätzen in Ihre Beschreibung.

Wie beschreibe ich eine Anwendung oder ein Spiel?

Bei Anwendungen zählt der Ablauf, nicht die Ansicht. Beschreiben Sie, wer sich anmeldet, was diese Person sieht und welche Aktion sie auslöst. „Mitarbeiter meldet sich an, sieht die offenen Aufträge des Tages, hakt einen ab, der Auftrag verschwindet aus der Liste“ ist eine vollständige Spezifikation in einem Satz.

Bei Spielen zählen Regel und Ziel. Steuerung, Gewinnbedingung, Verlustbedingung, Punktezählung. Die Grenze ist dabei klar zu benennen: Spiele entstehen zweidimensional und laufen im Browser. Was das praktisch bedeutet, behandelt Kann KI ein Spiel bauen.

Bei sehr spezifischer Fachlogik gilt in beiden Fällen dieselbe Erwartung: Sie entsteht über mehrere gezielte Änderungen und nicht über einen einzigen Satz. Eine Preisbildung mit Staffeln, Ausnahmen und Rabattgrenzen ist nach dem ersten Durchgang meist grob richtig und im Detail falsch. Das ist normal und sollte eingeplant werden.

Wie viel Detail ist zu viel?

Zu viel ist Detail über Dinge, die Sie noch nicht entschieden haben. Wer im ersten Prompt Abstände in Pixeln festlegt, aber nicht weiß, welche Leistungen auf die Seite sollen, hat die Reihenfolge verdreht und bezahlt das mit Runden.

Ein brauchbares Maß sind zwanzig bis dreißig Zeilen für ein mehrseitiges Projekt. Das reicht für Seitenplan, Ziel, Inhalte, Ton und Grenzen. Alles darüber hinaus ist meist Feinschliff, und Feinschliff gehört in die zweite Runde, wenn der Aufbau steht.

Bereiten Sie deshalb zuerst das Material vor: echte Texte, echte Preise, echte Fotos. Eine halbe Stunde Sammeln erspart mehrere Umbauten, weil Sie nicht dreimal ändern, sobald die richtigen Angaben da sind. Wenn Sie nicht bei null anfangen wollen, stehen 25 Vorlagen bereit, davon 5 für Spiele. Wie es nach dem Build weitergeht, steht in Website veröffentlichen, und die erste Beschreibung schreiben Sie auf zugo.dev.

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