Website veröffentlichen: vom Build zur eigenen Domain
Website veröffentlichen: vom Build zur eigenen Domain
Veröffentlichen heißt: Sie geben das fertige Projekt frei, und es ist unter einer Adresse der Form <slug>.zugo.run öffentlich erreichbar. Vorher läuft jeder Build in einer Sandbox, und was dort nicht startet, wird nicht ausgeliefert. Eine eigene Domain verbinden Sie danach, ohne das Projekt neu zu bauen.
Der technische Teil ist damit erzählt. Der Rest dieses Textes handelt von den Entscheidungen drumherum, denn die kosten im Zweifel mehr Zeit als der Livegang selbst.
Was passiert beim Veröffentlichen genau?
Aus dem Stand in Ihrem Projekt wird eine ausgelieferte Fassung. Bis dahin sehen nur Sie das Ergebnis, danach jeder, der die Adresse kennt. Zwischen beiden Zuständen liegt eine Prüfung in einer Sandbox: Das Projekt wird gestartet, und wenn es dort nicht öffnet, wird es nicht ausgegeben.
Diese Prüfung ist eine technische Zusicherung und keine redaktionelle. Sie sagt, dass die Seite lädt und keine kaputte Fassung ins Netz geht. Sie sagt nicht, ob Ihre Preise stimmen, ob ein Platzhaltertext stehen geblieben ist oder ob das Formular an die richtige Adresse schreibt.
Die Veröffentlichung ist außerdem kein einmaliger Vorgang. Jede spätere Änderung erzeugt eine neue Fassung, die denselben Weg nimmt. Sie können also jederzeit weiterarbeiten, ohne das Projekt vorher vom Netz zu nehmen.
Welche Adresse bekomme ich?
Zunächst eine Unteradresse auf zugo.run, abgeleitet aus dem Namen Ihres Projekts. Sie ist sofort erreichbar, kostet nichts und eignet sich für alles, was noch nicht öffentlich beworben wird: Abstimmung im Team, Rückmeldung von Bekannten, ein Blick auf dem eigenen Telefon.
Für geschäftliche Kommunikation ist sie ein Zwischenstand. Eine Adresse mit fremdem Namensbestandteil in einer Angebotsmail wirkt provisorisch, unabhängig davon, wie gut die Seite ist. Spätestens wenn Sie Werbung schalten oder Visitenkarten drucken, gehört die eigene Domain davor.
Der Wechsel ist unproblematisch, weil das Projekt gleich bleibt. Sie tauschen die Adresse, nicht den Inhalt, und die alte Adresse funktioniert weiterhin. Wichtig ist nur die Reihenfolge: erst Inhalte fertigstellen, dann Domain verbinden, dann Links verteilen.
Was sollte vor dem Livegang geprüft sein?
Sieben Punkte, und alle sieben lassen sich in einer Viertelstunde abarbeiten. Die Liste sieht banal aus, und trotzdem scheitern die meisten Livegänge an genau diesen Zeilen.
| Prüfpunkt | Warum er zählt | Wie Sie ihn prüfen |
|---|---|---|
| Formular kommt an | häufigster stiller Fehler | selbst absenden und im Postfach nachsehen |
| Ansicht auf dem Telefon | dort landen geteilte Links | Seite auf dem eigenen Gerät durchgehen |
| Preise und Öffnungszeiten | erzeugen sonst Ärger statt Anfragen | gegen die aktuelle Liste abgleichen |
| Platzhaltertexte | wirken unseriös | nach Beispieltexten und Blindtext suchen |
| Impressum und Datenschutz | in Deutschland Pflicht | Fußzeile öffnen und Inhalt lesen |
| Links im Menü | führen sonst ins Leere | jeden Menüpunkt einmal anklicken |
| Statistik eingerichtet | rückwirkend nicht nachholbar | Echtzeitbericht mit eigenem Aufruf prüfen |
Die letzte Zeile ist die einzige, die sich später nicht reparieren lässt. Alles andere korrigieren Sie in einer Änderung, aber Besucher aus der Zeit ohne Messung sind unwiederbringlich weg. Wie das eingerichtet und kontrolliert wird, steht in Analytics verbinden.
Wie verbinde ich meine eigene Domain?
Die Domain bleibt bei Ihrem Anbieter, und Sie ändern dort nur, wohin sie zeigt. Kaufen müssen Sie nichts Neues, wenn Sie bereits eine besitzen, und die E-Mail-Adressen auf derselben Domain bleiben unberührt, solange Sie die Mail-Einträge nicht anfassen.
Planen Sie den Wechsel für einen Tag, an dem jemand erreichbar ist. Die Umstellung kommt nicht überall gleichzeitig an: Für eine Weile sehen manche Besucher noch den alten Stand, andere schon den neuen. Das ist normal und kein Fehler, aber es erklärt Anrufe, die Sie sonst nervös machen.
Die ausführliche Fassung mit den nötigen Einträgen steht in Kann ich meine eigene Domain nutzen. Ein Hinweis vorweg: Wenn die Seite bereits Besucher hatte, behalten Sie dieselbe Statistik-Property, sonst zerfallen Ihre Daten in zwei Teile.
Kostet das Veröffentlichen Credits?
Nein. Credits verbraucht ausschließlich das Erzeugen, also Builds und Änderungen. Veröffentlichen, erneutes Veröffentlichen und das Verbinden der eigenen Domain kosten davon nichts.
| Aktion | Credits | Im Hi-Fi-Modus |
|---|---|---|
| Änderung an einem Projekt | 3 | 6 |
| Frischer Build | 6 | 12 |
| Mehrseitige Plattform | 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weiterer Seite | doppelt |
| Veröffentlichen | keine | keine |
Free gibt 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat und enthält 200 Credits, Business kostet 99 $ im Monat und enthält 800. Zweihundert entsprechen etwa 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen. Rechnen Sie vorher nach: 5 liegen unter den 6 eines einzigen Builds.
Praktisch heißt das, dass Sie beim Livegang nichts sparen, indem Sie seltener veröffentlichen. Sparen können Sie bei den Änderungen, indem Sie kleine unabhängige Korrekturen bündeln statt sie einzeln zu schicken.
Was passiert mit der Seite, während ich weiter ändere?
Sie bleibt online. Eine Änderung erzeugt eine neue Fassung, die erst nach der Sandbox-Prüfung ausgeliefert wird. Ihre Besucher landen also nicht auf einer halben Baustelle, weil Sie am Abend eine Überschrift kürzen.
Trotzdem lohnt Disziplin in Phasen, in denen Zahlen entstehen sollen. Wenn diese Woche Anzeigen laufen, ändern Sie die Preisstruktur nächste Woche. Nicht aus technischen Gründen, sondern weil niemand eine Woche auswerten kann, in der sich die Seite dreimal verändert hat.
Prüfen Sie nach jeder Runde nicht nur die Änderung, sondern ihre Umgebung. Der häufigste unangenehme Fall ist eine Kürzung, die mehr mitnimmt als gewünscht: Sie bitten um einen kürzeren Einstiegstext, und die Liste darunter verschwindet mit. Die Änderung sehen Sie sofort, das Fehlende nur, wenn Sie danach suchen.
Wie sichere ich den veröffentlichten Stand?
Über den Export. Der Quellcode lässt sich nach GitHub schreiben, und damit haben Sie eine Fassung, zu der Sie unabhängig von jeder weiteren Runde zurückkehren können. Für Projekte, an denen Umsatz hängt, ist das keine Kür.
Exportieren Sie vor großen Umbauten, nicht danach. Eine Sicherung, die nach dem Schaden angelegt wird, ist eine Kopie des Schadens. Der zweite Teil der Sicherung ist unspektakulär: eine Textdatei mit Ihren Beschreibungen, damit Sie nach acht Runden noch wissen, welcher Satz zu welchem Ergebnis geführt hat.
Wer das Projekt lieber auf eigener Infrastruktur betreibt, verbindet Vercel und liefert von dort aus. Die Entscheidung ändert nichts an der Arbeitsweise im Builder, sie verschiebt nur, wem der Betrieb gehört.
Was gehört auf eine veröffentlichte Seite, bevor Werbung läuft?
Impressum und Datenschutzerklärung, in Deutschland ab dem ersten Tag und nicht erst zum Kampagnenstart. Der Builder legt beide Seiten an und verlinkt sie in der Fußzeile, wenn Sie es im Prompt erwähnen. Die Inhalte verantworten Sie oder Ihre Rechtsberatung, denn ein Builder erzeugt Seiten und keine Rechtssicherheit.
Sobald Sie verkaufen, kommen weitere Pflichtangaben dazu, etwa zu Widerruf und Versand. Auch das ist keine Gestaltungsfrage: Diese Texte müssen inhaltlich stimmen, und die Prüfung in der Sandbox hat damit nichts zu tun.
Ein Punkt aus der Praxis zum Schluss dieses Abschnitts: Setzen Sie ein Einwilligungsbanner erst ein, wenn Sie wirklich messen. Ein Banner ohne Messung nervt Besucher ohne jeden Nutzen, und diese Reihenfolge dreht sich erstaunlich oft um.
Und wenn nach dem Livegang niemand kommt?
Das ist der Normalfall und kein Defekt. Eine frisch veröffentlichte Adresse kennt niemand, sie ist nirgends verlinkt, und Suchmaschinen brauchen Wochen. Wer den Livegang als Zielgerade betrachtet, ist überrascht, wenn danach nichts passiert.
Der erste Schritt sind deshalb keine Optimierungen, sondern Verteilung: persönliche Nachrichten, Verzeichnisse, ein Beitrag dort, wo Ihre Zielgruppe ohnehin liest. Welche Kanäle in der ersten Woche etwas bringen, steht in Erste Besucher für eine neue Website.
Und behalten Sie die Grenzen im Blick. Für eine erste Fassung, für interne Werkzeuge und für Kampagnenseiten ist dieser Weg schnell. Für ein großes, langlebiges Produkt ersetzt ein Builder kein Entwicklungsteam, und sehr spezifische Fachlogik entsteht über mehrere gezielte Änderungen statt über einen einzigen Satz. Wenn Sie den ersten Aufbau starten wollen, führt der Weg über zugo.dev: eine einfache Seite steht in etwa einer Minute, eine mehrseitige Plattform braucht einige Minuten.