Kanban-Board ohne Code bauen: Anleitung mit KI
Kanban-Board ohne Code bauen: Anleitung mit KI
Ein Kanban-Board entsteht in Zugo aus einer Beschreibung: Sie nennen die Spalten, die Felder einer Karte und wer Zugriff bekommt, der Builder erzeugt daraus eine lauffähige Anwendung. Ein Build kostet 6 Credits, Karten und Anmeldung laufen über Supabase, veröffentlicht wird auf <slug>.zugo.run oder Ihrer eigenen Domain.
Der Reiz an einem eigenen Board liegt selten in den Funktionen. Fertige Werkzeuge können mehr. Der Reiz liegt darin, dass die Spalten Ihrem Ablauf folgen und nicht umgekehrt, und dass keine Lizenz pro Kopf anfällt.
Was unterscheidet ein Kanban-Board von einer Aufgabenliste?
Ein Board zeigt nicht in erster Linie, was zu tun ist, sondern wo es hängt. Die Spalten bilden den Weg einer Aufgabe ab, und sobald sich vor einer Spalte die Karten stapeln, sehen alle die Engstelle, ohne dass jemand in der Runde danach fragen muss.
Daraus folgt die wichtigste Entscheidung vor dem Bauen: Die Spalten müssen Ihrem echten Ablauf entsprechen, nicht dem Muster aus dem Lehrbuch. Eine Agentur mit Korrekturschleife braucht eine Spalte „Beim Kunden“, eine Werkstatt braucht „Wartet auf Teile“, und beides fehlt in den üblichen Vorlagen.
Der zweite Unterschied ist die Begrenzung. Wer pro Spalte höchstens eine bestimmte Zahl an Karten zulässt, zwingt das Team zum Abschließen statt zum Anfangen. Diese Regel wirkt allerdings nur, wenn sie im Board sichtbar ist und nicht bloß in einer Vereinbarung steht, an die sich nach drei Wochen niemand erinnert.
Welche Funktionen braucht ein Board wirklich?
| Funktion | Warum sie zählt | Was oft zu viel ist |
|---|---|---|
| Spalten nach eigenem Ablauf | Kern der ganzen Sache | zwölf Spalten, die niemand überblickt |
| Karte mit Titel und Beschreibung | die eigentliche Arbeitseinheit | Pflichtfelder, die keiner ausfüllt |
| Zuständige Person | ohne Namen bleibt die Karte liegen | Rollenmodell mit fünf Stufen |
| Ziehen zwischen Spalten | schneller als jedes Auswahlmenü | Animationen statt klarer Zustände |
| Fälligkeitsdatum | macht Verzug sichtbar | Zeiterfassung auf die Minute |
| Filter nach Person oder Etikett | ab dreißig Karten unverzichtbar | Suchmaske mit acht Feldern |
Alles, was in dieser Tabelle rechts steht, kostet Sie beim Bauen Zeit und im Betrieb Aufmerksamkeit. Beginnen Sie mit der linken Spalte, arbeiten Sie zwei Wochen damit und ergänzen Sie erst dann, was Ihnen im Alltag tatsächlich gefehlt hat.
Ein Punkt wird regelmäßig unterschätzt: das Verhalten auf dem Telefon. Ein Board mit sechs Spalten nebeneinander ist am Schreibtisch übersichtlich und unterwegs unbrauchbar. Sagen Sie im Prompt ausdrücklich, dass die Spalten auf kleinen Bildschirmen untereinander erscheinen sollen.
Wie sieht der Prompt für ein Kanban-Board aus?
Beschreiben Sie den Ablauf so, wie Sie ihn einem neuen Kollegen erklären würden, und nennen Sie Spalten und Kartenfelder namentlich. Ein Prompt, der zu einem brauchbaren ersten Ergebnis führt, klingt etwa so:
Kanban-Board für eine Werbeagentur mit sechs Personen. Spalten: Eingang, In Arbeit, Beim Kunden, Korrektur, Fertig. Eine Karte hat Titel, Beschreibung, Kunde, zuständige Person, Fälligkeitsdatum und ein farbiges Etikett. Karten lassen sich per Ziehen zwischen den Spalten bewegen. Anmeldung per E-Mail, jeder sieht alle Karten. Filter nach zuständiger Person und nach Kunde. Auf dem Telefon liegen die Spalten untereinander. Ruhige, sachliche Gestaltung mit viel Weißraum.
Nennen Sie keine Farbwerte und keine Schriftarten. Gestaltung lässt sich später mit einer Änderung nachziehen, während eine vergessene Spalte die gesamte Struktur der Daten verschiebt und einen frischen Build nach sich zieht.
Was Sie dagegen von Anfang an nennen sollten, ist die Frage nach den Rechten. „Jeder sieht alles“ ist eine völlig andere Anwendung als „jeder sieht nur seine eigenen Karten“, und der Unterschied steckt tief in der Datenbank statt in der Oberfläche.
Wie läuft der Aufbau Schritt für Schritt ab?
| Schritt | Was passiert | Aufwand |
|---|---|---|
| 1 | Spalten und Kartenfelder auf Papier festlegen | eine halbe Stunde |
| 2 | Prompt schreiben und bauen lassen | 6 Credits |
| 3 | Ergebnis mit zehn echten Karten füllen | einige Minuten |
| 4 | Fehlende Felder und Filter nachziehen | 3 Credits je Änderung |
| 5 | Supabase für Anmeldung und Speicherung verbinden | 3 Credits je Änderung |
| 6 | Veröffentlichen und eigene Domain verbinden | keine Credits |
Eine einfache Anwendung steht in etwa einer Minute, ein größeres Projekt mit mehreren Seiten braucht einige Minuten. Vor der Ausgabe läuft jeder Build in einer Sandbox, und was dort nicht öffnet, bekommen Sie gar nicht erst zu sehen. Wie lange das im Alltag dauert, steht in Wie lange dauert es.
Testen Sie in Schritt 3 mit echten Aufgaben aus Ihrer letzten Woche, nicht mit Beispieltexten. Erst an echten Titeln merken Sie, dass die Karte zu wenig Platz hat oder dass ein Feld fehlt, das Sie beim Planen für selbstverständlich hielten.
Wo werden die Karten gespeichert?
Ohne Datenbank verschwindet ein Board beim Neuladen der Seite. Für ein Werkzeug, an dem mehrere Menschen arbeiten, ist Supabase deshalb kein Zusatz, sondern der Kern: Dort liegen Karten, Spalten und Konten, und dort wird auch geregelt, wer welche Zeile lesen darf.
Die Anmeldung kommt aus derselben Ecke. Sie sagen im Prompt, ob sich Personen mit E-Mail und Passwort anmelden oder ob ein einziger gemeinsamer Zugang genügt. Wie die Anbindung im Einzelnen abläuft, beschreibt KI-Builder mit Supabase.
Für Anhänge gilt derselbe Weg: Dateien landen im Speicher von Supabase, die Karte hält nur den Verweis. Bedenken Sie dabei, dass ein Board mit Kundendaten ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und einen Auftragsverarbeitungsvertrag nötig macht, sobald personenbezogene Angaben darin stehen.
Was kostet ein Kanban-Board im Builder?
| Aktion | Credits | Im Hi-Fi-Modus |
|---|---|---|
| Änderung an einem Projekt | 3 | 6 |
| Frischer Build | 6 | 12 |
| Mehrseitige Plattform | 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weiterer Seite | doppelt |
Die Tarife: Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat und enthält 200 Credits, Business kostet 99 $ im Monat und enthält 800. Zweihundert Credits entsprechen ungefähr 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen, je nachdem, wofür Sie sie ausgeben.
Für ein Board heißt das in der Praxis: Der erste Aufbau ist billig, die Feinarbeit macht den Preis. Rechnen Sie mit einem Build und einer Handvoll Änderungen, bis Spalten, Felder und Filter zu Ihrem Ablauf passen. Der kostenlose Tarif reicht dafür nicht, weil 5 Credits unter den 6 für einen Build liegen. Abgerechnet wird in US-Dollar.
Wo stößt der Builder bei einem Board an seine Grenzen?
Bei der Gleichzeitigkeit. Wenn zwei Personen dieselbe Karte im selben Moment verschieben, braucht es eine saubere Auflösung dieses Konflikts, und die entsteht nicht aus einem Satz im Prompt. Für ein Team von sechs Leuten fällt das kaum auf, für dreißig schon.
Ähnlich verhält es sich mit fein abgestuften Rechten. Zwei Rollen sind machbar, ein Modell mit Abteilungen, Vertretungen und Sichtbarkeit je Projekt wächst über viele Änderungen und ist irgendwann eine Aufgabe für ein Entwicklungsteam. Zugo ersetzt dieses Team bei einem komplexen Produkt nicht.
Und der Import ist Handarbeit. Ein bestehendes Board mit vierhundert Karten wandert nicht von selbst herüber. Wenn Sie später ohnehin weiterbauen wollen, exportieren Sie den Quelltext nach GitHub, wie in Kann ich den Code exportieren beschrieben.
Wann lohnt sich ein eigenes Board gegenüber fertigen Werkzeugen?
Ehrlich gesagt oft gar nicht. Etablierte Werkzeuge bieten Benachrichtigungen, Anhänge, Automatisierungen, mobile Anwendungen und einen Support, den ein selbst gebautes Board nicht hat. Wer einfach nur Aufgaben verteilen will, ist dort schneller und besser aufgehoben.
Ein eigenes Board lohnt sich, wenn Ihr Ablauf so eigen ist, dass Sie ihn in fremden Werkzeugen dauernd verbiegen. Oder wenn das Board Teil eines größeren Produkts wird, etwa neben einer Kundenverwaltung, wie sie SaaS-Dashboard mit KI bauen behandelt.
Der dritte Fall ist der häufigste: Sie wollen einer Idee zusehen, bevor Sie Geld dafür ausgeben. Ein Board, das nach zwei Stunden mit echten Karten läuft, beantwortet die Frage besser als jede Diskussion im Team. Zugo bringt dafür 25 fertige Vorlagen mit, davon 5 für Spiele, und ausprobieren lässt sich das Ganze auf zugo.dev.