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Wem gehört eine mit KI erstellte Website rechtlich?

Wem gehört eine mit KI erstellte Website?

Praktisch gehört das Projekt Ihnen: Sie dürfen es nutzen, veröffentlichen, verändern und verkaufen. Rechtlich sind zwei Ebenen zu trennen. Ihre eigenen Inhalte, also Texte, Fotos und Logo, sind urheberrechtlich geschützt wie immer. Für rein maschinell erzeugte Teile fehlt nach deutschem Recht die persönliche geistige Schöpfung, sie sind daher meist nicht geschützt.

Dieser Unterschied klingt akademisch, wird aber genau dann wichtig, wenn jemand Ihre Seite kopiert oder wenn Sie das Projekt verkaufen wollen. Vorab die notwendige Einordnung: Dieser Text erklärt die Grundzüge und ersetzt im Einzelfall keine anwaltliche Beratung.

Wem gehört das Projekt im Alltag?

Im Alltag stellt sich die Frage anders, als das Wort „Eigentum" vermuten lässt. Sie lautet nicht „Wer ist Urheber?", sondern „Wer entscheidet, was mit dem Projekt geschieht?". Und diese Entscheidung liegt bei Ihnen: Sie veröffentlichen, Sie ändern, Sie nehmen es vom Netz, Sie geben es weiter.

Genauso wichtig ist, wo die Bestandteile liegen. Die Quelldateien wandern über die GitHub-Anbindung in ein Repository Ihres eigenen Kontos. Datenbank und Anmeldung laufen über Ihr Supabase-Projekt, Zahlungen über Ihr Stripe-Konto, die Domain steht bei Ihrem Registrar. Nichts davon ist bei uns geparkt.

Das ist die belastbarste Form von Eigentum, die es bei Software gibt: nicht ein Satz in den Bedingungen, sondern die physische Verfügung über Dateien und Konten. Wie der Export abläuft, steht in Code aus dem KI-Builder exportieren.

Was sagt das deutsche Urheberrecht zu maschinell Erzeugtem?

Das Urheberrechtsgesetz schützt persönliche geistige Schöpfungen. Der Begriff verlangt einen Menschen, der gestalterisch tätig wird. Wo ausschließlich ein Programm eine Ausgabe erzeugt, fehlt dieses Merkmal, und die überwiegende Auffassung in Deutschland und der EU geht deshalb davon aus, dass rein maschinelle Ausgaben keinen Urheberrechtsschutz genießen.

Daraus folgt etwas, das viele überrascht: Nicht geschützt heißt nicht „gehört jemand anderem". Es heißt, dass niemand daran ein Urheberrecht hat. Ihre Nutzung ist davon unberührt, und die Erlaubnis, das Ergebnis zu verwenden, ergibt sich aus den Nutzungsbedingungen des Werkzeugs.

Die praktische Kehrseite ist die Verteidigung. Kopiert jemand ein rein generiertes Layout, ist der urheberrechtliche Hebel schwach. Genau deshalb lohnt es sich, eigene Inhalte einzubringen: Sie sind der Teil, an dem der Schutz hängt.

Was ist geschützt, und was nicht?

Die Trennlinie verläuft entlang der Frage, wie viel Mensch in einem Bestandteil steckt.

Bestandteil Schutzlage Praktische Folge
Ihre selbst geschriebenen Texte urheberrechtlich geschützt Sie können gegen Kopien vorgehen
Ihre eigenen Fotos urheberrechtlich geschützt Nutzung nur mit Ihrer Erlaubnis
Ihr Logo und Ihr Markenname über Markenrecht schützbar Eintragung beim DPMA nötig
Ihre Datenbankinhalte eigenes Schutzrecht möglich liegt in Ihrem Supabase-Projekt
Rein generiertes Layout meist kein Urheberrechtsschutz Nutzung frei, Verteidigung schwach
Rein generierter Text ohne Bearbeitung meist kein Urheberrechtsschutz Bearbeitung erhöht den Schutz
Generierter Quellcode umstritten, im Zweifel schwach Besitz sichert der Export

Die untere Hälfte ist der Grund, warum ich niemandem rate, eine Seite vollständig generiert stehen zu lassen. Wer Texte überarbeitet, eigene Bilder einsetzt und die Struktur an den eigenen Betrieb anpasst, verschiebt das Projekt Zeile für Zeile in die obere Hälfte der Tabelle.

Darf ich mit dem Ergebnis Geld verdienen?

Ja. Sie dürfen die Seite gewerblich betreiben, Produkte darüber verkaufen, Abonnements abrechnen und das gesamte Projekt an jemanden übergeben. Für die Bezahlung ist Stripe angebunden, und die Abwicklung läuft über Ihr eigenes Konto, mit Ihren Steuersätzen und Ihren Auszahlungen.

Auch Auftragsarbeit ist möglich, also eine Seite für eine Kundin bauen und in Rechnung stellen. Zwei Punkte gehören dann in den Vertrag: erstens, was genau übergeben wird (Projekt, Repository, Zugänge), und zweitens, wer die Pflege übernimmt. Beides ist keine Besonderheit von KI-Projekten, wird aber gern vergessen.

Eine Warnung, die ehrlich sein muss: „Ich darf es verkaufen" heißt nicht „Niemand darf etwas Ähnliches bauen". Ohne starken Urheberrechtsschutz am generierten Teil ist Ihr Vorsprung Ihr Inhalt und Ihre Marke, nicht das Layout. Mehr dazu in Darf ich verkaufen, was ich mit KI gebaut habe.

Wem gehören Bilder, Schriften und Inhalte aus Vorlagen?

Hier lohnt sich Sorgfalt, weil dieser Bereich in der Praxis die meisten Abmahnungen erzeugt. Bilder, die Sie selbst hochladen, gehören Ihnen, sofern Sie sie fotografiert oder lizenziert haben. Ein Bild aus einer Suchmaschine gehört Ihnen nicht, auch wenn es auf Ihrer Seite hervorragend aussieht.

Bei abgebildeten Personen kommt neben dem Urheberrecht das Recht am eigenen Bild hinzu. Bei Räumen, Speisekarten und Produkten sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite, wenn Sie selbst fotografiert haben. Wie eigene Bilder in ein Projekt kommen, steht in Eigene Bilder verwenden.

Für die 25 Vorlagen, davon 5 für Spiele, gilt: Sie sind als Startpunkt für Ihre Projekte gedacht, und das schließt die gewerbliche Nutzung des daraus entstandenen Projekts ein. Was Sie nicht tun sollten, ist eine Vorlage unverändert als eigenes Gestaltungsprodukt weiterverkaufen.

Wie sichere ich mein Eigentum praktisch ab?

Fünf Schritte, die zusammen mehr wert sind als jede Klausel. Erstens: Exportieren Sie die Quellen früh nach GitHub, spätestens dann, wenn am Projekt Geld hängt. Ein Ausweg, den man erst am Tag des Auszugs ausprobiert, ist keiner.

Zweitens: Legen Sie die Dienste unter Ihren eigenen Konten an, nicht unter denen einer Agentur oder eines Bekannten. Drittens: Registrieren Sie die Domain auf Ihren Namen. Viertens: Ersetzen Sie generierte Texte nach und nach durch eigene, denn das schafft echten Schutz.

Fünftens: Prüfen Sie bei einem ernsthaften Vorhaben die Eintragung Ihres Namens als Marke. Das Urheberrecht schützt die Gestaltung, das Markenrecht schützt den Namen, unter dem Sie am Markt auftreten, und für die meisten Betriebe ist das Zweite der wertvollere Teil.

Wo hört die Eigentumsfrage auf und wo beginnt der Betrieb?

Eigentum und Betrieb werden regelmäßig verwechselt. Das Repository sichert Ihre Arbeit, es hält aber keine Software aktuell und behebt keine Fehler. Bei einem umfangreichen Produkt bleibt ein Entwicklungsteam nötig, daran ändert kein Builder etwas.

Ebenso wenig ersetzt Eigentum die eigene Sorgfalt. Impressum, Datenschutzerklärung und, wo nötig, Barrierefreiheit sind Ihre Pflichten als Betreiberin oder Betreiber, unabhängig davon, wer die Seite gebaut hat. Ein Generator liefert Struktur und Text, nicht Rechtssicherheit.

Und die Prüfung vor der Auslieferung sagt weniger, als sie zu sagen scheint: Jeder Build läuft vorher in einer Sandbox, und was dort nicht öffnet, wird nicht ausgeliefert. Das Projekt startet also. Ob es fachlich und rechtlich passt, prüfen Sie.

Was kostet es, ein solches Projekt zu erstellen?

Abgerechnet wird die Arbeit am Projekt, nicht der Besitz daran.

Aktion Credits Im Hi-Fi-Modus
Änderung an einem Projekt 3 6
Frischer Build 6 12
Mehrseitige Plattform 12 für die ersten drei Seiten, dann 3 je weitere Seite doppelt

Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business 99 $ im Monat mit 800 Credits. Zweihundert Credits entsprechen etwa 16 mehrseitigen Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen. Der Export kostet nichts davon, denn er ist keine der abgerechneten Aktionen.

Eine einfache Seite steht in etwa einer Minute, eine mehrseitige Plattform in einigen Minuten. Wer ein Projekt aufbauen will, das ihm anschließend im vollen Sinn gehört, beginnt auf zugo.dev und richtet den Export ein, bevor der erste Kunde darauf klickt.

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