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KI-App-Builder mit Vercel: Deployment im eigenen Konto

KI-App-Builder mit Vercel: Deployment im eigenen Konto

Ja, ein in Zugo gebautes Projekt kann in Ihrem eigenen Vercel-Konto laufen statt unter der Adresse auf zugo.run. Vercel gehört zu den festen Integrationen neben Supabase, Stripe, GitHub, Resend und Google Analytics. Gebaut und geändert wird weiterhin im Builder, ausgeliefert wird aus Ihrem Konto, und die Abrechnung dafür läuft direkt bei Vercel.

Die Frage dahinter ist selten technisch. Sie lautet meistens: Wem gehört der laufende Betrieb, wenn das Projekt anfängt, Geld zu verdienen? Dieser Text beantwortet das anhand von vier Punkten: was die Anbindung tut, wann sie sich lohnt, was sie kostet und was sie ausdrücklich nicht löst.

Was übernimmt die Vercel-Anbindung genau?

Zugo trennt zwei Dinge, die im Alltag oft in einen Topf geworfen werden. Das eine ist die Erzeugung des Projekts: Sie beschreiben, was Sie brauchen, der Builder erzeugt daraus ein lauffähiges Projekt und prüft es vor der Übergabe in einer Sandbox. Ein Build, der nicht geöffnet hat, wird gar nicht erst ausgeliefert.

Das andere ist der Betrieb: der Server, der Ihre Seite an Besucher ausliefert, die Domain davor, die Protokolle dahinter. Standardmäßig übernimmt das Zugo, und Sie bekommen eine Adresse der Form ihr-projekt.zugo.run. Mit der Vercel-Anbindung wandert genau dieser zweite Teil in Ihr Konto.

Praktisch heißt das: Deployments, Domains, Umgebungsvariablen und Zugriffsrechte verwalten Sie ab dann in der Vercel-Oberfläche, mit allem, was dort ohnehin vorhanden ist. Zugo bleibt die Werkbank, Vercel wird die Auslieferung. Beides zusammen ergibt einen Aufbau, den auch ein Entwicklungsteam so einrichten würde, nur ohne die Wochen, die das Aufsetzen sonst kostet.

Wann lohnt sich der Umzug ins eigene Vercel-Konto?

Nicht bei jedem Projekt. Für eine Landingpage, die eine Idee prüfen soll, ist die Adresse auf zugo.run vollkommen ausreichend, und Zeit in Kontoeinrichtung zu stecken wäre an dieser Stelle verschwendet. Der Vorteil entsteht später und aus vier ziemlich konkreten Anlässen.

Erstens Kontrolle über den Betrieb. Sobald Umsatz über das Projekt läuft, wollen Sie selbst sehen können, was ausgeliefert wurde und wann. Zweitens Zusammenarbeit: Vercel kennt Teams und Rollen, Sie können also einen Entwickler dazuholen, ohne ihm Ihr Builder-Konto zu geben.

Drittens die Vorbereitung auf eine Übergabe. Läuft das Projekt bereits in Ihrem eigenen Konto, ist der Wechsel zu einem festen Dienstleister keine Migration mehr, sondern eine Einladung. Viertens Anforderungen von außen: Manche Auftraggeber und manche Prüfungen verlangen schlicht, dass Hosting-Konto und Rechnung auf Ihren Namen laufen.

Fehlt jeder dieser vier Punkte, ist der ehrliche Rat, es zu lassen. Eine zusätzliche Plattform bedeutet ein zusätzliches Konto, ein zusätzliches Passwort und eine zusätzliche Rechnung.

Wie läuft die Übergabe Schritt für Schritt?

Die Reihenfolge ist überschaubar, und der aufwendigste Teil liegt nicht bei Zugo, sondern in Ihrem Vercel-Konto.

Schritt Was passiert Wo
1 Projekt bauen und in der Vorschau prüfen Zugo
2 Vercel-Konto anlegen, falls noch keines besteht Vercel
3 Vercel in den Projekteinstellungen verbinden Zugo
4 Projekt in das eigene Konto deployen Zugo nach Vercel
5 Domain und Zugriffsrechte einrichten Vercel
6 Weiter im Builder ändern und erneut ausliefern Zugo

Zwei Punkte werden dabei regelmäßig übersehen. Der erste: Der Builder bleibt nach dem Umzug der Ort, an dem Sie Änderungen machen. Sie schreiben weiterhin, was anders werden soll, und schicken das Ergebnis anschließend erneut hinaus.

Der zweite: Eine eigene Domain lässt sich auf beiden Wegen verbinden, bei Zugo und bei Vercel. Entscheiden Sie sich für eine Stelle und bleiben Sie dabei. Zwei parallel gepflegte DNS-Konfigurationen für dieselbe Adresse sind die häufigste selbstgemachte Störung in dieser Konstellation.

Was kostet die Anbindung an Credits?

Hier gehören zwei Rechnungen sauber auseinandergehalten, weil sie unterschiedliche Empfänger haben.

Die Arbeit im Builder wird in Credits abgerechnet. Das Verbinden eines Dienstes gehört nicht dazu: Credits verbrauchen Builds und Änderungen, nicht Integrationen.

Aktion Credits Im Hi-Fi-Modus
Änderung an einem bestehenden Projekt 3 6
Frischer Build 6 12
Mehrseitige Plattform 12 für die ersten drei Seiten, danach 3 je weiterer Seite doppelt

Die Tarife: Free enthält 5 Credits, Pro kostet 25 $ im Monat mit 200 Credits, Business kostet 99 $ im Monat mit 800. Zweihundert Credits sind, auf eine einzige Sache verwendet, ungefähr 16 mehrseitige Plattformen oder 33 Builds oder 66 Änderungen im Monat. Rechnen Sie ehrlich nach: 5 Credits liegen unter den 6, die ein einzelner Build kostet, der kostenlose Tarif ist also ein Rundgang und kein fertiges Projekt. Abgerechnet wird in US-Dollar.

Die zweite Rechnung kommt von Vercel und richtet sich nach deren eigenen Tarifen. Zugo hat auf diese Summe keinen Einfluss und reicht sie auch nicht weiter. Wer den Kostenrahmen insgesamt abschätzen will, findet die Aufstellung in Was kostet eine Website mit KI.

Vercel oder GitHub-Export: was passt zu welchem Fall?

Beide Wege führen aus dem Builder heraus, sie lösen aber unterschiedliche Aufgaben, und viele nutzen am Ende beide.

Deployment über Vercel Export nach GitHub
Ergebnis laufende Seite im eigenen Hosting-Konto Quelltext in Ihrem Repository
Typische Absicht Betrieb selbst kontrollieren Code besitzen, weiterentwickeln, prüfen lassen
Weiterarbeit im Builder ja, unverändert ja, aber der Code lebt ab dann an zwei Orten
Nötige Vorkenntnisse Konto und Domain verwalten Umgang mit Git und einem Editor
Wer profitiert Gründer, Selbstständige, kleine Teams Entwickler und alle, die einen holen wollen

Die Faustregel: Vercel ist die Antwort auf die Frage, wo das Projekt läuft. GitHub ist die Antwort auf die Frage, wem der Code gehört. Details zum zweiten Weg stehen in KI-App-Builder mit GitHub.

Was ändert sich für Supabase, Stripe und Resend?

An der Logik nichts. Die Datenbank, die Anmeldung und die Dateien liegen weiterhin bei Supabase, Zahlungen und Abonnements bei Stripe, E-Mails bei Resend, die Statistik bei Google Analytics. Diese Dienste hängen am Projekt, nicht an der Stelle, von der aus es ausgeliefert wird.

Was sich ändert, ist der Ort, an dem die Zugangsdaten für diese Dienste hinterlegt sind. Nach dem Umzug gehören sie in die Umgebungsvariablen Ihres Vercel-Projekts. Das ist die eine Stelle, an der ein Umzug schiefgehen kann: Die Seite lädt, aber Anmeldung oder Zahlung antworten nicht, weil ein Schlüssel nicht mitgekommen ist.

Prüfen Sie deshalb nach dem ersten Deployment nicht nur, ob die Startseite erscheint. Melden Sie sich einmal an, lösen Sie eine Testzahlung aus und schicken Sie ein Formular ab. Diese drei Minuten ersparen die Fehlersuche an einem Tag, an dem bereits Besucher kommen.

Welche Grenzen hat der Weg über Vercel?

Drei, die man kennen sollte, bevor man umzieht.

Die Verantwortung wandert mit. Ab dem Moment, in dem das Projekt in Ihrem Konto läuft, sind Verfügbarkeit, Limits und Rechnung Ihre Sache. Das ist genau der Punkt, wegen dem man umzieht, aber er wird gern als reiner Gewinn gelesen und ist auch eine Pflicht.

Der Umzug macht das Projekt nicht besser. Eine Seite, die auf zugo.run niemanden überzeugt hat, überzeugt in einem anderen Hosting genauso wenig. Die Sandbox-Prüfung vor der Übergabe sagt aus, dass ein Build startet, nicht dass er verkauft.

Und die Grenze des Builders selbst bleibt bestehen. Sehr spezifische Fachlogik entsteht über mehrere Änderungen und nicht über einen einzigen Prompt, Spiele entstehen in 2D und laufen im Browser, und bei einem großen, langlebigen Produkt ersetzt kein Builder ein Entwicklungsteam. Welche Vorhaben daran scheitern, steht ausführlich in Was KI nicht bauen kann.

Wie sieht die sinnvolle Reihenfolge aus?

Erst bauen, dann zeigen, dann besitzen. Beschreiben Sie das Projekt, prüfen Sie das Ergebnis in der Vorschau, bringen Sie es mit ein paar Änderungen auf ein vorzeigbares Niveau und veröffentlichen Sie zunächst auf der mitgelieferten Adresse. Eine einfache Seite steht in etwa einer Minute, eine mehrseitige Plattform braucht einige Minuten.

Den Umzug nach Vercel legen Sie auf den Tag, an dem das Projekt aufhört, ein Entwurf zu sein: erste zahlende Kunden, erste bezahlte Anzeige, erster Mitarbeiter mit Zugriff. Wer nicht bei einem leeren Feld anfangen will, findet 25 fertige Vorlagen, davon 5 für Spiele.

Ausprobieren lässt sich der Ablauf auf zugo.dev. Die erste Adresse bekommen Sie automatisch, und die Entscheidung über das eigene Konto treffen Sie später mit einem laufenden Projekt vor Augen statt auf Verdacht.

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